Die Zweige der Wissenschaft

Als Wissenschaftszweig wird ein spezielles Teilgebiet einer Wissenschaft bezeichnet. Wissenschaftszweige können eine Disziplin, ein Fach, eine Fachdisziplin, ein Fachgebiet, ein Wissenszweig sowie eine Wissenschaftsdisziplin sein. Wissenschaftszweige der Linguistik, auf Deutsch übersetzt.

Sprachwissenschaften

Wissenschaftszweige der Sprachwissenschaften sind beispielsweise allgemeine Linguistik, theoretische Linguistik, Phonetik, Morphologie, dies heißt übersetzt Sprache, Lexikologie, Syntax, Grammatiktheorie, Semantik, Stilistik beziehungsweise Rhetorik, Pragmatik, angewandte Linguistik, Psycholinguistik, welche auch als Sprachpsychologie bezeichnet wird, Dialektforschung, Sprachwandel, Ethnolinguistik, Textlinguistik, klinische beziehungsweise medizinische Linguistik, forensische Linguistik, Computerlinguistik, Sprachdatenverarbeitung, Rechtslinguistik, Patholinguistik, Sprachdidaktik, Fachsprachenforschung, Lexikografie, Terminologiewissenschaft, Sprechwissenschaft, vergleichende Sprachwissenschaft, Typologie, Etymologie, Sprachmittlung, Übersetzungswissenschaft, Dolmetschwissenschaft, Sprachpolitik, Sprachphilosophie, Paläolinguistik, Onomastik auch als Namensforschung bekannt und Philologie, zu deutsch Literaturwissenschaften.

Technik

Wissenschaftszweige der technischen Wissenschaften sind Bergbau, Metallurgie, Maschinenbau, Instrumentenbau, Bautechnik, Architektur, Elektrotechnik, Elektronik, Technische Chemie, Brennstoff- und Mineralöltechnologie, Geodäsie, Vermessungswesen, Verkehrswesen, Verkehrsplanung sowie sonstige technische Wissenschaften.
Ein Wissenschaftszweig der Kybernetik ist Bionik. Bionik bedeutet übersetzt Kreativitätstechnik. Bionik beinhaltet die Erforschung von biologischen Vorgängen und Systemen um die gewonnenen Erkenntnisse in technische Anwendungen zu integrieren oder zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen genutzt werden. Ein Beispiel für die Umsetzung ist das lichtdurchlässige Eisbärenfell, welches nach dem Vorbild der Natur für die Wärmedämmung verwendet wird. Wissenschaftszweige der Naturwissenschaften sind Hydrografie, Geografie, Mathematik, Informatik, Physik, Mechanik, Astronomie, Chemie, Biologie, Botanik, Zoologie, Geologie, Mineralogie, Meteorologie, Klimatologie, Hydrologie und sonstige Naturwissenschaften.

Medizin

Die Humanmedizin wird in die Wissenschaftszweige Anatomie, Pathologie, Medizinische Chemie, Medizinische Physik, Pharmazie, Pharmakologie, Toxikologie, Hygiene, medizinische Mikrobiologie, Klinische Medizin, ohne Chirurgie und Psychiatrie, Chirurgie und Anästhesiologie, Psychiatrie und Neurologie, Gerichtsmedizin und sonstige Humanmedizin unterteilt. Land-, Forst- und Veterinärmedizin bestehen aus den Wissenschaftszweigen Ackerbau, Pflanzenzucht, Pflanzenschutz, Gartenbau, Obstbau, Forst- und Holzwirtschaft, Viehzucht, Tierproduktion, Veterinärmedizin sowie sonstige Land- und Forstwirtschaft.
Sozialwissenschaften beinhalten die Wissenschaftszweige Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften, sonstige philologische – kulturkundliche Richtungen, Kunstwissenschaften sowie sonstige Geisteswissenschaften. Geisteswissenschaften werden in die Wissenschaftszweige Philosophie, Theologie, Historische Wissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften sowie sonstige philologische Wissenschaften unterteilt.

Gentechnik

Ein besonders umstrittener neuer Wissenschaftszweig ist die Gentechnik. Dieser Wissenschaftszweig hat es sich zum Ziel gesetzt, in die Erbanlagen von Lebewesen, das heißt in diesem konkreten Fall bei Tieren, Pflanzen und Menschen, einzugreifen und deren Erbanlagen nach eigenen Vorstellungen und zur Durchsetzung bestimmter Ziele zu verändern. Die Erbanlagen aller Lebewesen befinden sich im Zellkern. Einzelne Abschnitte auf dem DNA-Strang werden als Gene bezeichnet. Die Gene speichern die Informationen für die Herstellung von Proteinen. Werden, wie das bei Genmanipulationen der Fall ist, weitere Gene in eine Zelle eingeführt, dient das dem Ziel, dass die zusätzlichen Gene sich mit dem DNA-Strang verbinden sollen. Das Ziel ist, dass sich der jeweilige Phänotyp des Lebewesens verändern soll, welches bei dem Lebewesen eine erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten, zum Beispiel Krebs oder angeborenen Krankheiten führen soll, als Beispiel sei hier Rheumatismus angeführt. Ein amerikanischer Forscher und Wissenschaftler bewies Anfang der 80er Jahre, dass dies möglich ist. Er mischte die Gene von Ratten und Mäusen, was zur Produktion von zusätzlichen Wachstumshormonen führte. Die nachfolgende Generation dieser Tiere war weitaus größer als normale Mäuse. Die Gentechnik als vielversprechender neuer Wissenschaftszweig birgt so einige Gefahren in sich, welche noch nicht in vollem Umfang abgeschätzt werden können. Doch hier wird sich in den nächsten Jahren noch einiges ändern.

Foto: Andreas F. – Fotolia

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